Oft gestellte Fragen / FAQ

Was kostet eine Psychotherapie?
Das Honorar wird zu Beginn vereinbart und bewegt sich in der Regel zwischen Fr. 100.00 und Fr. 140.00 pro Stunde. Alle Fachpsychologinnen für Psychotherapie FSP und Psychotherapeuten des ASPV (Schweizerischer Psychotherapeuten Verband) werden vom Konkordat der Krankenkassen (santésuisse) anerkannt. Ein Anteil der Kosten wird von den Zusatzversicherungen gedeckt. Die Kostenbeteiligung beträgt je nach Kasse und Versicherung Fr. 500.00 bis Fr. 5000.00 pro Jahr. Therapien bei Kindern werden von der IV übernommen, wenn die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Bei selbstzahlenden Klientinnen und Klienten geben die Therapeuten gegenüber Versicherern keine psychologische oder ärztlich-psychiatrische Diagnose ab.

Macht psychoanalytische Therapie abhängig?
Verhindert sie, dass die Person abhängig wird?
Ziel einer Psychotherapie ist im Gegenteil eine grösstmögliche Unabhängigkeit im Denken. Dies geschieht häufig dadurch, dass die eigenen Gefühle besser akzeptiert werden können. Im Laufe ihres Lebens erfahren sodann viele Menschen, dass sie zur inneren Unabhängigkeit gefunden haben und deshalb die faktisch unvermeidlichen Abhängigkeiten besser akzeptieren können.

Wie kann sich eine Therapeutin dagegen schützen, in einen negativen Teufelskreis hineingezogen zu werden?
Psychotherapeuten mit einer anerkannten Bewilligung zur Berufsausübung haben selber eine langjährige und aufwändige Eigentherapie durchlaufen. Ebenso haben sie in ihren eigenen Supervisionen, d.h. durch Überprüfung zahlreicher Therapiesituationen bei erfahrenen Therapeuten eigene innere Konflikte verarbeitet.

Ist es richtig, dass die Therapeutin nichts sagt, nur zuhört?
Die Therapeutin und der Therapeut versuchen, dem Patienten viel Raum zu geben, damit er selber auf seine eigenen Gefühle vorstösst und die eigenen Ressourcen erfährt. Die therapierende Person hört aufmerksam zu und gibt nur dann Hinweise, wenn sie ihr als hilfreich erscheinen.

Mein Sohn spricht nicht mit uns. Kann man mit ihm überhaupt arbeiten?
Dass Kinder und Jugendliche nicht gesprächig sind, ist Ausdruck der Entwicklung. Kinder geben aber übers Spiel, Zeichnen oder Basteln Zeichen darüber, was sie beschäftigt.

Meine Tochter passt sich überall an und zeigt nichts von ihren Aengsten: Wie kann die Therapeutin mit ihr arbeiten?
Ängste gehören zum Leben. Vor allem Jugendliche, welche in einer Zeit des Umbruchs stehen sind froh, wenn sie nicht allzu direkt auf unangenehme Ängste angesprochen werden.

Werde ich nach der Therapie keine Ängste mehr haben?
Keine therapeutische Fachperson wird einem Patienten versprechen, ihn von Ängsten befreien zu können. Ziel ist es, die zum Leben gehörenden Ängste besser verstehen und damit besser umgehen zu können Unterstehen die Psychotherapeuten der Schweigepflicht?

Die Psychotherapeuten sind gesetzlich verpflichtet, die Schweigepflicht einzuhalten.
Der Identität und dem Vertrauen der Patienten wird mit grossem Respekt begegnet. Die Psychotherapeuten nehmen den Patienten gegenüber eine neutrale, nichtwertende, nichtdirektive und wohlwollende Haltung ein.